30. September 2022

Anlässlich der Vernissage zum Kladower Kunstfestival lebte in einer Rede unerwartet Joseph Beuys auf. In „Aufgepickt“ ist es Andy Warhol, der wiederbelebt wird. Warhol reihte sinnfrei Splitter von Partys und Events seiner Factory in Bild und Ton aneinander. Aus dieser Idee wurde später seine Zeitschrift „Andy Warhols Interview“. Die Idee geklaut, werden hier Festival-Splitter wiedergegeben.

PRESSETAUGLICH Als Yayoi Kusamas Polka Dots auf Aufstellungstournee durch die USA

waren, kamen viele Besucher. Die Museumswärter erhielten Stoppuhren, um die  Aufenthaltsdauer der Besucher zu  beschränken. Ein Zeitungstaugliches Phänomen. Zeitungstauglich wäre auch die Vernissage des Kladower Kunstfestivals, wäre sie in einer Galerie gewesen. Ausstellungsbesucher hätte es aus Fenstern und Türen gedrückt, so viele kamen. Im Freien, inmitten der Kunstausstellung, bei bestem Wetter und südamerikanischer Musik. Open-Air-Festivals angemessen, gab es Corona-gerecht Raum zwischen den Besuchern.

VERNISSAGE Eröffnungsrede zum Kladower Kunstfestival

ARTCYCLING ZUR KLADOWNALE

Artcycling ist Kunst aus Gegenständen oder Materialien, die einmal für andere Aufgaben hergestellt wurden und schon einmal Verwendung fanden.

POSTKARTE IM KUNSTGARTEN Hommage an den Berliner Gartenbauarbeiter nennt die Künstlerin Rosa Dames ihre neuen Arbeiten, die zur Kladownale ihren Kunstgarten schmücken. Das neueste Werk ist die Verwendung der Postkarte der Kladownale, die sie mit der Einkaufstüte eines Supermarktes verband. Das Foto der Postkarte stiftete der Fotograf jPhilipp als Werbemittel zur Kladownale.

NUMMERNSCHILD WIRD KUNST Eingebunden mit Utensilien ihres Kunstprojektes machte Rosa Dames den roten Punkt der Kladownale zum Artcycling. Im Flyer zur Kladownale ist jeder Ausstellungsort ein View Point mit einer eigenen Ausstellungsnummer. So sind für die Ausstellungsbesucher alle View Points durch ein rotes Nummernschild erkennbar. Da sie fortlaufend nummeriert sind, weisen sie auch den Weg durch die weitläufige Open-Air-Ausstellung.

BRANDZEICHEN FÜR EIN KUNSTFESTIVAL Eine Kladowerin ließ es sich nicht nehmen ihren Beitrag zur Kladownale zu erbringen. Sie überraschte mit heiß gebrannten Keksen, die das Brandzeichen KLADOWNALE tragen. Übrigens entstand einst aus dem Wort „Brandzeichen“ das moderne Wort „Branding“, das für die Weiterentwicklung einer Marke gebraucht wird. Ob die Kladowerin beim Backen der Kekse an die Zukunft der Wortmarke „Kladownale“ dachte?

MICHAEL KEMMERS KLADOWNALE In Kladow tut sich etwas. Eine neue Kunstausstellung kommt. Neue Bilder entstehen. Auch für Michael. Michael ist ein Fotograf. Er lebt in der Wilhelmstadt. Er träumt von der Kladownale.

Michael hat noch ein Problem. Er hat noch keine Bilder. Er war am  Kladower Hafen. Er war an der Kladower Dorfkirche. Er war überall.

Was ist Art. Wann ist ein Bild Kunst. Er fotografiert das UFO-Spielgerät vor dem Supermarkt. Er fotografiert das Kriegerdenkmal. Er fotografiert Maisel’s Biergarten und die Sonnenuhr. Eigentlich fotografiert er so gut wie alles.

Im Frühling 2022 trifft Michael eine Entscheidung.

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Es durchzuckt ihn wie ein Blitz: Sein Leben ist eine einzige Erinnerung. Fieberhaft arbeitet er Tag und Nacht an seinem Kladownalebeitrag. Er klebt all seine Kladow-Memories auf Karton. Auf die Rückseite klebt er das Kladownale-Logo „KL“. Es ist wie ein Wink des Schicksals. Es ist genau so, wie er es sich vorgestellt hat: eine Mariage seiner Erinnerungen mit dem Kunstfestival Kladownale.

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Inspiriert von Michael Kemmers Erinnerungen und Tony Hendras Brad ’61

Keinom sprüht zur Finissage

KLANG- UND LICHTSPEKTAKEL ZUR FINISSAGE Mehrere Künstler machen zum Ende der Kladownale 2022 aus ihrer Abschlussfeier ein Kunst-, Klang- und Lichtspektakel. Mit von der Party sind der Kladower Sound- und Lightperformer Dirk Teichmann, die Berliner Malerin Martina Goldbeck mit ihrem Speedpainting, der Berliner Künstler und Autor Keinom mit Livepainting, sowie der Kladower Künstler Mario Thronicke mit einem interaktiven Actionpainting. Eingeladen sind alle Kladower, Berliner Gäste und Kunstfreunde zur Abschlussfeier am 3. Juni ab 15 Uhr im Gutspark Neukladow.

SPÄTES GLÜCK Als zum Kunstfestival organisatorisch bereits alles in trockenen Tüchern war, kam eine sehr späte Anmeldung zur Ausstellung. Die Künstlerin hatte endlich einen Ausstellungsraum für ihre Kunst gefunden und erhielt die Ausstellungsnummer 21. Zwei Tage danach gestand sie den Irrtum, einen falschen Ort genannt zu haben und erhielt eine neue Nummer. Wiederum einen Tag später war der Irrtum perfekt und es gab nunmehr zwei Ausstellungsorte für ihre Kunst.

GOOGLE IRRT MIT FALSCHEM DATUM Google hat Kladows Kunstfestival längst im Visier. „Kladownale“ gegoogelt und man bekommt Kladownale von Anfang an, mit dem 7. Mai als Beginn der Ausstellung. Kladownale 2022 gegoogelt und es entsteht eine große Verwirrung. Google zeigt nämlich zuerst Kladownale und den 28. Mai. Niemand weiß warum der Google-Crawler sich dieses Datum ausgesucht hat. Google ist halt auch nur eine Maschine.

PUBLIKUMSPREIS Mit der Auslosung des Publikumspreises geht am 3. Juni 2022 die Ausstellung „Farbflächen“ des Kladower Kunstfestival zu Ende. Gewonnen hat das 100 x 75 cm große Bild „Rot-Gelb“ eine Ausstellungsbesucherin aus Potsdam. Mit knapper Mehrheit lag das Exponat in der Gunst der Besucher leicht vor den anderen Bildern. Alle Besucher der Ausstellung „Farbflächen“ hatten in den letzten Wochen über das beliebteste Ausstellungsexponat abgestimmt. Der vom Künstler Martin Knigge gestiftete Preis wurde in diesem Jahr erstmalig zur KLADOWNALE ausgelost.

DOPPELTES DANKESCHÖN Wer zum Kladower Kunstfestival die Märkische Apotheke verlässt, geht am Ende durch einen atmosphärisch blauen Raum. Große Cyanotypien zieren die Wände und das Schaufenster. Es sind die Arbeiten der Künstlerin Dagmar Zimmer. Als Dankeschön für ihre schöne Ausstellung erhielt sie von der Besitzerin Claudia Heck einen Blumenstrauß. Die Künstlerin bedankte sich spontan ihrerseits und verwandelte den Strauß prompt in eine weitere Cyanotypie. Es war zum Festival nicht der einzige Blumenstraußein, der verschenkt wurde.

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HEIMLICHER CATWALK ZUR VERNISSGE Eine Ausstellung besonderer Art kreierte Sabine Brown. Wie auf dem Catwalk ließ sie überraschend und ungeplant ihre Models zur Vernissage des Kladower Kunstfestivals über den Rasen des Gemeindegartens laufen. /Hier eine spätere Aufnahme

Sabine Browns Modevision könnte eine ganze Generation fesseln. Die Künstlerin nennt ihre neue Kollektion „No War Here“. Sie macht aus original amerikanischer Military Wear im Camouflage-Look farbenfrohe T-Shirts, Jacken und Hosen, die sie mit fantasievollen Figuren bevölkert. In den dunklen Flecken sieht sie Menschen und Tiere, die durch ihre Malerei aus dem Dunkel des Camouflagemusters heraustreten und jetzt ihre kriegerische Tarnung verlieren.

„Die Figuren sind in den dunklen Flecken der Military Wear unsichtbar getarnt immer schon vorhanden.“ /Sabine Brown

© Sabine Brown

WEGWEISER Für die Ausstellung gibt es einen handlichen Flyer. Er beinhaltet eine Liste der Künstler*innen sowie wo und was sie ausstellen. Zudem führt ein roter Punkt zu den Ausstellungen. 

. . . sollte sich jemand an den „Red Dot Award“ erinnert fühlen, er hat nichts damit zu tun, auch wenn alle Arbeiten einen Preis verdient hätten.

KUNST BEI EDEKA KLADOWNALE bringt erstmals eine Kunstausstellung in einen Kladower Supermarkt. „Lebensmittel und Naturfotografie“, das passt, dachten sich die Fotografen Christa und Frank Faber und hängten ihre Arbeiten kurzerhand zu den Regalen bei EDEKA. Statt in einer Galerie hatte auch der Fotokünstler jPhilipp schon in einem U-Bahnhof ausgestellt.

FÜNF AUF EINEN STREICH Das Video ist im Gemeindegarten entstanden, wo fünf Künstler Malerei und Fotografie zeigen und Aktionskunst bieten oder spannende Geschichten lesen. Wenn die Sonne Schatten auf Kunstwerke wirft und ein leichter Wind sie bewegt, fühlt man den Sommer. Wer einmal im Dorf La Gacilly war, kennt dieses Open-Air-Gefühl inmitten von Kunst. Der Ort führte nach einem Ortsbesuch zur Idee des Kladower Kunstfestivals, der Open-Air-Kunstausstellung im Dorf Kladow. La Gacilly selbst ist ein kleines französisches Dorf weit weg von Kladow, mitten in der Bretagne. Man muss aber nicht unbedingt nach La Gacilly reisen, damit sich dieses Gefühl einstellt. Es soll aber dennoch bereits entsprechende Urlaubspläne geben. Na dann: Bon voyage!

VERNISSAGSORGEN Wie bei allen Open-Air-Veranstaltungen stellt sich die Frage, ob das Wetter mitspielt. Eine Woche zuvor sagten die Wetterfrösche Regen voraus. Gott sei Dank irrten sie sich. Aber wegen der Wärme ging es nun um die ausreichende Versorgung mit Getränken und das unerwartete Problem der Getränkekühlung. Doch mit der Öffnung der Tore kamen Sekt, Selters und O-Saft zu Fuß und sogar gekühlt aus Kladower Kühlschränken.

HOCH HINAUS Mit Mut ging es hoch in die Bäume, die auf dem Weg zu den Sportplätzen der Sportfreunde Kladow stehen. Die junge Künstlerin Henrike Viergott brachte dort oben ihre grafische Arbeit der Sternzeichen Krebs und Skorpion an. Die Arbeit empfiehlt sich durchaus für die Darstellung der Horoskope in der Modezeitschrift Vogue.

TANGOKLÄNGE ZUR VERNISSAGE Zwei Gitarren und ein Bandoneon sind das argentinische Trio de Tango. Die drei Musiker spielten unter freiem Himmel zur Vernissage im Gemeindegarten der Evangelischen Kirche Kladow. Die Besucher aus Künstlerinnen, Künstlern, Besuchern und Offiziellen lauschten in stiller Begeisterung der Musik. Es war als ob das einst in Deutschland erfundene Bandoneon mit den drei Argentiniern perfektioniert wieder zurück nach Deutschland kam. Musikerkontakt über mail@kladoarte.de

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SORGE um vermehrtes Hundeaufkommen #Das 4000-Seelen Dorf La Gacilly liegt mitten in der Bretagne. Yves Rocher ist hier geboren. Jedes Jahr kommen über 300.000 Besucher zum größten Open-Air-Fotofestival Frankreichs. Ob solcher Besucherzahlen und der Idee des Kunstfestivals sah manch Kladower ein vermehrtes Hundeaufkommen durch Kladow ziehen, das überall seine Hundelosung hinterlässt.